Hintergrund

Biografie

Arbeitsweise

 

Manuel Stöckle 

Studium der Philosophie und Literaturwissenschaften. 
Künstlerische Arbeit seit 2021. 
Lebt und arbeitet in Köln. 

 

 

In meinen Arbeiten beschäftige ich mich mit der Skizze, sie ist der Ausgangspunkt im Entstehungsprozess der Skulptur. Strukturen der Skizze zeigen sich in ihrer Unbefangenheit, als Ausdruck impulsiver Hingeworfenheit. Skizzenlinien lassen sich lesen als Spuren eines lebendigen Zusammenspiels von geistiger Vorstellungskraft und körperlicher-materialer Formerschaffung – auf dem Papier.

Mich interessiert die Herauslösung der Skizze aus ihrer zweidimensionalen zeichnerischen Gebundenheit und ihre Übersetzung in stoffliche Dreidimensionalität. Dabei zeigt sich meine Arbeits- und Herangehensweise als fragmentarisch. Die Skizze selbst lässt sich oftmals als Fragment betrachten. Auch sind es letztlich konkrete Ausschnitte aus größeren Skizzenstrukturen, die im Prozess ihrer räumlichen Materialisierung Möglichkeiten eröffnen, in denen das Skizzenhafte seine Eigenlogik zeigt.

Für die Übertragung kommen akkurate handwerkliche Bearbeitungsmethoden und das Material Holz zum Einsatz. Die stark analytisch geprägte Arbeitsweise verfolgt die materielle Sichtbarmachung der impulsiven, grob-zeichnerischen Skizze. Hier entsteht ein Spannungsraum, in dem sich das dynamische Zusammenspiel von impulsiv-zeichnerischer und analytisch-bildhauerischer Praxis vollzieht. Dieser Übersetzungsprozesses macht die Skizze auf andere Weise anschaulich, sie wird eigenständig und greifbar – im Raum.

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